Endlich online!

Online! Ich freue mich sehr euch endlich meine eigene Webseite präsentieren zu können. Hier bekommt ihr einen kleinen Einblick in mein Buchprojekt „Clown Under – Als Backpacker im australischen Zirkus“, könnt Bilder und Videos von meiner Zeit in Australien anschauen und euch über aktuelle Ereignisse in meinem Leben informieren (Blog).

Sollte das nicht genug sein könnt ihr auch jederzeit meinen kostenlosen Newsletter abonnieren, indem ihr eure Email Adresse auf meiner Homepage hinterlasst (ganz unten).

Manege frei!

ZIELGERADE!

Wir biegen auf die Zielgerade ein!

Wichtigste Neuigkeit: Nach einem Treffen und Gespräch mit Dr. Eckart von Hirschhausen hat er mir zugesagt, dass er das Buchprojekt unterstützen möchte.

Er findet meinen Plan gut, dass ich mit jedem verkauften Buch eine Spende an „Humor hilft heilen“ tätigen will. Die Stiftung fördert die Arbeit von Klinikclowns, denn: Lachen ist die beste Medizin.

Während er zurzeit meinen Text liest, arbeite ich weiter mit Hochtouren an dem Mammutprojekt: Das Manuskript hat mittlerweile zwei Korrekturvorgänge mit meiner Lektorin Ines hinter sich.
Mein Kumpel Michael ist Webdesigner und kümmert sich derweil um das Design der neuen Homepage, die in den nächsten Wochen online geht.
Meine Wenigkeit hingegen werkelt derzeit ein wenig, um das Projekt auch außerhalb der Nachbarschaft ein wenig publik zu machen. Nochmal als Überblick: Ein Pressebericht in der Stuttgarter Zeitung (Hier gehts zum Bericht!) ist bereits erschienen, einer für den Berliner Tagesspiegel ist geplant, und am 11.April erscheint ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung – deutschlandweit!

Nachdem ich ein paar Wochen auf dem Jakobsweg in Spanien und Portugal Kraft tanken konnte, geht es für mich In diesen Tagen auf Verlagssuche. Ich hoffe, dass ich an die richtigen Leute gerate und sich bald eine Tür öffnet!

 

Drückt mir die Daumen!

Euer Andreas

 

Im Gespräch mit Hirschhausen - die Zielgerade

Mit Vollgas auf die Zielgerade!

Jakobsweg 1 Jakobsweg 2

Bericht Stuttgarter Zeitung

Ein Artikel in der Stuttgarter Zeitung über Clown Under!

Mit dem Zirkus durch Australien!

Von der Putzkraft zum Zirkusclown – Andreas Schaible hat sich nach dem Abitur einen Traum erfüllt und viele Erfahrungen gesammelt.“

Nach der Schule ins Ausland zu gehen, kann für auf­regende Monate sorgen – und katapultiert die eigene Lebenserfahrung oft nach oben.

Der Stuttgarter Student Andreas Schaible verdankt einer schlaflosen Phase seine bisher größte Erfahrung. ‚Es war im Jahr vor dem Abitur. Ich plante, nach der Schule eine Weile ins Ausland zu gehen, raus aus dem Nest. Eines Abends konnte ich lange nicht einschlafen, lag nachts wach.‘ Viele Bekannte hatten ihm schon berichtet von dem, was ‚Work & Travel‘ genannt wird: Arbeit auf einer Farm oder als Kellner, Geld verdienen, Reisen – gern im englischsprachigen Ausland.

‚Das war nicht meins. Warum nicht ganz anders, dachte ich. Wenn ich schon zum ersten Mal auf eigenen Beinen stehe, dann richtig. Im Zirkus arbeiten wäre mein Traum‘, erzählt Schaible. Am nächsten Morgen dachte er: ‚Das ist verrückt. Warum sollten die mich wollen?‘ Trotzdem schrieb er an Australiens größten Wanderzirkus. Tage später fragte die Sekretärin des Silvers Circus an, wo er lande. ‚Ein halbes Jahr vor dem Start regelte ich das Wichtigste‘, sagt Schaible. ‚Flug­buchung, Visum und internationalen Führerschein beantragen, Auslandskranken­versicherung abschließen.‘ Das machte er selbst. ‚Viele Organisationen bieten Schülern da Hilfe, aber ich fand das für mich unnötig.

„Als ich das Zirkuszelt sah, war plötzlich alles real“

Das Geld wollte ich fürs Ausland sparen.‘ Schaible war schon während seiner Schulzeit aktiv bei Einsätzen für den Arbeiter-Samariter-Bund, betreute behinderte Kinder bei Ferienfreizeiten. Zwischen Abitur und Abflug nach Australien jobbte er noch einige Wochen, unter anderem als Krankenwagenfahrer. In Down Under angekommen, reiste er zunächst, besichtigte die Great Ocean Road westlich von Melbourne an der Südküste des Bundesstaates Victoria. Drei Wochen später fuhr er nach Melbourne. ‚Der Zirkus gastierte zu der Zeit 40 Kilometer außerhalb. Als ich das Zirkuszelt sah, war plötzlich alles real.‘ Der junge Deutsche wurde zunächst als Putzkraft eingestellt. In den folgenden Wochen kratzte er Zuckerwatte und Popcorn von Zirkussitzen, half beim Auf- und Abbau des Zelts, staubsaugte die Manege. Er wohnte in einem der Wohnwagen und reiste mit. Alle zwei Wochen ging es an einen anderen Ort.

‚Der Auf- und Abbau des Zelts war hart. Teilweise 16 Stunden am Tag, meist in der prallen Sonne. Ich war fertig, dachte ans Aufhören. Im Zirkus ist schwere Arbeit normal. Alle sind dabei. Und da war ja noch Simon, der Zauberer.‘ Mit ihm hatte Schaible sich angefreundet. ‚Als er mich eines Tages fragte, ob ich sein Assistent werden möchte, dachte ich keinen Moment mehr ans Weggehen.‘ Er nahm an Zauberproben teil, trat mit auf. ‚Plötzlich war ich Teil der Zirkusfamilie.‘ Wenige Monate später hatte der Direktor einen Plan: Schaible sollte Clown werden. Nach Proben und einem Schminkkurs schlug das Zelt am Strand von Rosebud auf. Schaible alias Clown Augusto feierte Premiere vor 800 Zuschauern.

Clown Under!

Clown Under!

‚Ein Traum wurde wahr‘, schwärmt der heute 22-Jährige, der aus Laupheim-Baustetten stammt. Fernweh haben viele junge Leute. ‚Die meisten Anfragen dazu haben wir von 16- bis 19-Jährigen, die zwischen Schulende und Ausbildungs- oder Studienstart ins Ausland gehen wollen,‘ sagt Regina Schmieg, Projektkoordinatorin von Eurodesk Deutschland, einem Jugendinformationsdienst von IJAB e. V., Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundes­republik Deutschland. Rund 70 000 Beratungskontakte hatte IJAB e. V. im Jahr 2014. Wie viele Schulabgänger, die sich informieren, wirklich ins Ausland gehen, ist nicht erfasst.

Gut 7700 junge Deutsche gingen 2013 mit Freiwilligendiensten für längere Zeit in andere Länder, zählte der Arbeitskreis Lernen & Helfen in Übersee. Andreas Schaible studiert jetzt im dritten Semester Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim. Nach dem Studium zieht es ihn in den Non-Profit-Bereich. Als Berufswunsch nennt er Sozialmanagement. ‚Das Ausland ist etwas für alle. Man lernt neben Land und Leuten und einer oft fremden Sprache vor allem sich selbst besser kennen‘, resümiert der Student. Über seine Erlebnisse im Silvers Circus will er ein Buch herausbringen. ‚Ich möchte alle ermutigen, unbedingt an ihre Träume zu glauben.‘

Bericht von Judith Schallenberg

Hier gehts zum Artikel – Stuttgarter Zeitung

Gewinner des Artikelwettbewerbs von Weltweiser – dem Magazin für Auslandsaufenthalte

YAAYYAAAAYYYAAAA – GEWINNER!

Im Januar wurde der Bericht über meine Zeit im australischen Zirkus als Gewinner ausgewählt und in der Zeitschrift für Auslandsaufenthalte von Weltweiser veröffentlicht.

Habe mich riesig gefreut und habe mir zur Feier des Tages direkt am Abend ein gutes 3-Gänge-Menü reingewuchtet!

Hier der Bericht:

Weltweiser

Mein Leben im australischen Zirkuszelt

 

Clown Under!

Clown Under!

Ich war bereit. Ich hatte das Abitur bestanden und nun wollte ich ein neues Ufer erreichen: Work & Travel in Australien. Seit Monaten beschäftigte ich mich mit dem Visum und den anderen Formalitäten und konnte es kaum erwarten, endlich australischen Boden zu betreten. Ich fieberte pausenlos dem Tag meiner Abreise entgegen, doch als es dann endlich so weit war, traf mich der Moment des Abschieds auf einmal unvorbereitet. Zweifel machten sich in mir breit: „Soll ich wirklich mein gewohntes Umfeld und meine Familie verlassen?“ Zum einen überkam mich große Trauer über den Abschied, zum anderen spürte ich jedoch große Vorfreude auf das Abenteuer. Es war eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Mit Tränen in den Augen stieg ich ins Flugzeug. Außer meinem Rucksack hatte ich eine Menge Optimismus und eine gute Idee im Gepäck. Diese Idee wollte ich umsetzen, es war sozusagen mein großer Traum: Ich wollte in einem Zirkus arbeiten! Gleich nach meiner Ankunft begann ich mit großem Eifer, bei verschiedenen Unternehmen anzuklopfen, und wurde bald belohnt. „Silver’s Circus“, der größte Zirkus des australischen Kontinents, wurde mein neuer Arbeitgeber. Artisten aus aller Welt begeisterten tagtäglich die Zuschauer in der großen Manege, denn nicht umsonst war mein zukünftiger Arbeitsplatz in die Liste der zehn weltbesten Zirkusse aufgenommen worden. Mit großen Erwartungen sah ich mir ein Video der Vorstellung an und bekam tatsächlich eine Gänsehaut. Ich sollte nun Helfer in diesem Zirkus werden? Unglaublich.

Dann war es so weit und der Zirkusdirektor lud mich zum Besuch der Show ein. Mit großer Vorfreude machte ich mich auf den Weg zum Schauplatz. Zwischen den Bäumen schimmerte bereits das große Zelt hindurch. Mit pochendem Herz stellte ich mich vor und wurde sofort herzlich empfangen und in das Zelt geführt. Ich bekam einen Platz mit wunderbarer Sicht auf die Manege. Gefährliche und atemberaubende Auftritte, verblüffende Zaubertricks, spaßige Clowns und elegante Artisten in luftiger Höhe zählten zum Programm. Der Zirkus wurde seinem Ruf als einer der weltbesten gerecht, und ich konnte es kaum erwarten, die Darsteller persönlich kennenzulernen. Die Show war bereits atemberaubend gewesen, doch was danach folgte, war für mich kaum in Worte zu fassen: Ich bekam einen eigenen Wohnwagen! Völlig perplex stand ich in meinem neuen Zuhause mit Bett, Schränken, Waschbecken und sogar einem eigenen Kühlschrank. Ich brauchte eine Weile, um das zu begreifen, doch dann übermannten mich die Gefühle. Eine wilde Freude machte sich in mir breit und sofort fing ich an, meinen Rucksack zu leeren und meine Kleidung in die Schränke einzuräumen. Allerdings gelang mir keine sinnvolle Ordnung, denn in diesem Moment war ich zu aufgewühlt, um einen klaren Kopf zu bewahren.

 

„Schließlich wurde mir bewusst: Dies war kein Traum.“

 

Dann stand die zweite Show des Tages an und ich wurde von meinem Mentor direkt in meine neue Arbeit eingeführt. Um ehrlich zu sein, hatte ich mit simplen Tätigkeiten gerechnet, beispielsweise die Manege nach der Vorstellung zu säubern oder Popcorn von den Zuschauerrängen zu kratzen. Doch meine Erwartungen wurden übertroffen: Unter anderem war ich für den Einsatz der Rauchmaschine während der Show verantwortlich und sollte mich um den Flammenwerfer beim Auftritt des Jongleurs kümmern. Als größte Herausforderung stellte sich allerdings die Hilfe bei einem Zaubertrick dar. Der Magier gab während einer Illusion auf der Bühne vor, zwei seiner Assistentinnen verschwinden zu lassen. Mir wurde dabei die Verantwortung übertragen, die Falltüren im richtigen Moment zu öffnen. Es dauerte etwas, bis ich meine ersten Eindrücke verarbeitet hatte, doch schließlich wurde mir bewusst: Dies war kein Traum. Ich befand mich im realen Leben, als Teil der sagenumwobenen Zirkuswelt. Mit der Zeit gewöhnte ich mich mehr und mehr an mein Umfeld, lernte die außergewöhnlichen Charaktere der Artisten näher kennen und fühlte mich sehr wohl. Das lag zu einem großen Teil auch daran, dass sich zwischen Zauberer Simon und mir eine enge Freundschaft entwickelt hatte. Des Öfteren besuchte ich ihn nach der Aufführung in seinem Wohnwagen und er erzählte mir von seinen Abenteuern. Im Laufe seines Lebens hatte er seine Tricks in den verschiedensten Ländern der Welt aufgeführt und kannte daher die internationale Zirkuswelt wie kein anderer. Ich war begeistert.

 

Die Arbeit im Zirkus steckte voller Herausforderungen und Überraschungen. So konnte es vorkommen, dass plötzlich das australische Fernsehen auftauchte und einen Mitschnitt drehte. Außerdem war es aufregend, sich selbst als Artist zu versuchen. Nach ein paar Vorübungen wagte ich mich auf das „Flying Trapeze“ und studierte in der vorstellungsfreien Zeit ein paar Tricks ein. Bald stand auch schon Weihnachten vor der Tür. Zum ersten Mal in meinem Leben sollte ich die Feiertage nicht im Kreise meiner Eltern und Geschwister am warmen Ofen verbringen, sondern bei strahlendem Sonnenschein mit meiner australischen Zirkusfamilie in der Manege. Diese zwei Szenarien könnten unterschiedlicher kaum sein. Der Zirkusdirektor lud mich ein und zusammen mit den anderen Artisten genoss ich bei einem feierlichen Festmahl den Weihnachtstag. Ich war überwältigt, als bei der Verteilung der Geschenke des Öfteren mein Name gerufen wurde. Mit strahlendem Gesicht nahm ich die Pakete entgegen und bekam bereits Bedenken, ob die neuen T-Shirts, Badehosen und die andere Kleidung überhaupt in meinen kleinen, bescheidenen Reiserucksack passen würden. In dem Moment wurde mir bewusst, dass sich mein Heimweh dank der Zirkusfamilie in Grenzen hielt und dass ich mich hier geborgen fühlte. Dieses Gefühl am anderen Ende der Welt zu haben, ist unbezahlbar.

 

„Du wirst unser neuer Clown sein!“

 

Direkt nach Weihnachten wurde unser Zelt eingepackt und wir zogen in eine neue Stadt, nach Rosebud an der südlichen Küste Australiens. Bereits seit Wochen war meine Vorfreude auf diese Station gestiegen, denn unser Zelt wurde direkt am Meer aufgebaut. Ich konnte meinen Augen kaum trauen, denn mein Wohnwagen stand tatsächlich nur knapp 10m vom Strand entfernt. Doch nicht nur das, mein persönlicher Höhepunkt war ein Gespräch mit dem Zirkusdirektor, der zu mir sagte: „Andreas, dein Vorteil ist es, dass du dich nicht einmal als Clown verkleiden musst, um die Menschen zum Lachen zu bringen.“ Ich wusste, dass er gerne Witze auf meine Kosten machte, und so ließ ich mich auch dieses Mal zu einem Schmunzeln hinreißen. Er versicherte mir jedoch, dass dies kein Witz gewesen sei: „Du wirst unser neuer Clown sein!“ Ich starrte ihn ungläubig an. Nach einigen Momenten realisierte ich das Gesagte und spürte eine große Freude. Ich werde Clown sein! Mit einem neuen Outfit und einem absolvierten Schminkkurs für ein professionelles Make-up starteten die Proben in der Manege. Mein Kollege Dominik bereitete mich auf den Auftritt vor und vor der Premiere erfolgte eine Generalprobe mit dem Licht- und Tontechniker. Schließlich fühlte ich mich bereit, den roten Teppich unserer Manege das erste Mal als Performer zu betreten.

Die Rahmenbedingungen hätten kaum besser sein können: Knapp 800 Besucher wollten sich in der ausverkauften Vorstellung verzaubern lassen. In meinem Wohnwagen bereitete ich mich auf den Auftritt vor. Ich blickte ein letztes Mal in den Spiegel – und starrte einem Clown in die Augen. Mit einem Kribbeln in der Magengegend betrat ich als Clown Augusto die Manege. Die erste Show verlief klasse und wir wurden mit tosendem Gelächter verabschiedet. Meine Freude kannte keine Grenzen, der Aufwand hatte sich gelohnt und ich war tatsächlich ein waschechter Clown des großen „Silver’s Circus“ geworden. Tagtäglich gaben wir morgens und abends eine Vorstellung. Die Mittagspausen zwischen den Aufführungen verbrachte ich als Ausgleich am Strand und nutzte die Zeit, um mir neue Späße für die Auftritte zu überlegen. Bei Ausflügen mit meinem Clownkollegen und seinem Jetski aufs Meer hinaus trafen wir eine Seelöwenfamilie, mehrere Delfine und einen riesigen Rochen, der auf dem Meeresgrund vorbeischwebte. Da wir als Wanderzirkus ständig von Ort zu Ort reisten, lernte ich auf diese Weise Land und Leute kennen. Mehrere Monate führte ich mein Doppelleben als Clown und verliebte mich mehr und mehr in den Zirkus. Umso schwerer fiel mir der Abschied. Ungläubig packte ich meinen Rucksack und ließ traurig meine Zirkusfamilie und meinen Wohnwagen zurück. Ich versprach, sie erneut zu besuchen.

 

Dann begann ein neues Kapitel meiner Reise: Mit einem kleinen Van und zwei Freundinnen startete ich einen Roadtrip. Ich wollte die australische Freiheit erleben und ohne Verpflichtungen die Wunder von Down Under genießen. Wir unternahmen Wanderungen durch den Regenwald, hatten ein kuscheliges Treffen mit Koalas und ritten auf einem Kamel am Meer entlang. Nebenbei verbesserten wir unsere Kochkünste und bereiteten mit einem kleinen Campingkocher täglich Leckereien zu. Wir bereisten die gesamte Ostküste des Landes und wagten uns in das rote Herz des Landes, das Outback. Hunderte von Kilometern fuhren wir mit offenem Fenster und dröhnenden Lautsprecherboxen an Känguru-Warnschildern vorbei durch die brennende Hitze der australischen Wüste. Auf diese Weise bekamen wir eine Ahnung von der wahren Größe des Landes, während sich ganz nebenbei der Staub der trockenen Straße auf unseren Körpern festsetzte. Bei unserer Suche nach einer Dusche begegneten wir zahlreichen Kängurus, einem Dingo und einer meterlangen Würgeschlange. Nach einigen Tagen tat sich endlich eine Oase auf: die heißen Thermalquellen der Mataranka Hot Springs. Das sanfte, kristallklare Wasser war eine Wohltat und wir erfrischten uns nach den langen Fahrten der letzten Tage. Wortwörtlich die größte Sehenswürdigkeit war allerdings der Ayers Rock, der gigantische rote Felsen, der sich aus dem flachen Gebiet erhebt. Die Reise in die mystische Gegend des Outback ist vermutlich die lohnendste Art, den australischen Kontinent in seiner ganzen Schönheit kennenzulernen.

 

Andreas Schaible, 22, studiert Wirtschaftswissenschaften und arbeitet nebenbei mit Menschen mit Behinderung. Bei Ferienfreizeiten steht er des Öfteren zur Unterhaltung auf der Bühne – sozusagen als Alternative zu seiner australischen Karriere als Clown.