Clown Inder?!

Indien!

Eine absolute Wundertüte! Eine völlig andere Welt, in die ich für zwei Monate eintauchen durfte – undClown Inder dabei manche Überraschung erlebt habe. Der wohl auffälligste Unterschied: Inder essen mit den Händen! Ich hatte vor meiner Reise bereits davon gelesen, doch es verblüfft dennoch, wenn ein Inder mit einem Teller Reis mit Soße vor einem sitzt und anfängt mit den Händen zu essen. Naja, eigentlich nur der rechten Hand. Mit der linken ist es unhöflich – für mich als Linkshänder natürlich der absolute Jackpot. „Ähm, tut mir leid aber ich hatte Pech und wurde als Linkshänder geboren. Ich hoffe, Sie verzeihen!“

Indien bietet so viele Skurrilitäten. Ich war im Tempel der Göttin Khali, als die Hindus unter eingängigem Trommelwirbel eine Ziege geopfert haben. In der heiligen Stadt Varanasi baden sich die Menschen im gleichen Wasser, in dem sie ihre Toten mit einem Stein versenken und die Aschereste aus dem Krematorium reinkippen. Die Burning Ghats lassen einen sprachlos zurück, wenn die Inder nach einer Zeremonie ihre Toten verbrennen, während die Straßenhunde einen Meter weiter im abgebrannten Scheiterhaufen nach Knochen suchen…

Während man versucht das Erlebte zu verstehen und mehr über die Kultur zu erfahren, besticht Indien durch seine schönen Seiten: Ich durfte mit den Teefrauen in Darjeeling am Fuße des Himalaja einen Chai trinken. Ich durfte einen Bollywood-Film in einem gemütlichen alten Kino anschauen. RikschaIch habe kein Wort verstanden, denn der Film war auf Hindi, doch es war vielleicht der denkwürdigste Kinobesuch in meinem Leben: Die Inder pfeifen, grölen, klatschen und tanzen – während des Films wohlgemerkt. Ich durfte mit den Einheimischen an den Straßenständen frisches Naan und Curry essen und währenddessen das Treiben auf den Gassen beobachten: Straßenhunde, Rikschas, alte Taxen, Kühe, Affen, Wildschweine und manchmal sogar Elefanten passieren die Straße unter einem anhaltenden Hupkonzert.

Ich durfte so viele herzliche Menschen kennenlernen. Manche hatten mir vor meiner Abreise noch etwas Wichtiges zu sagen, so als Take-home-Message! Film ab!